Marsch für das Leben 2016

Tausende trotzen Regen und Pöbeleien beim „Marsch für das Leben“

Gemeindeglieder aus Brunsbrock und Verden waren dabei!

Als am Samstag, dem 17. September 2016, ca. 7000 Menschen (laut Veranstalter) für das Leben demonstriert haben, sind auch wir nach Berlin gefahren, um am „Marsch für das Leben“ teilzunehmen. Für das Leben Ungeborener im Mutterleib, für das Leben behinderter Menschen, für das Leben im Alter und für das Leben Sterbender. Schlichtweg: Für das Recht auf Leben in Würde.
Wir, das sind ein älterer Landwirt (Agrarwirt), eine junge Studentin der Sozialpädagogik, eine Geschäftsfrau, eine Pflegefachkraft, eine rüstige Rentnerin und ein junger Pfarrer, der schon jahrelang dabei ist. Zu
fällig sind wir auch alle ehrenamtlich in unseren Kirchengemeinden tätig. Oder ist das gar  kein Zufall?
Um 13.00 Uhr begann es mit einer Kundgebung vor dem Reichstag in Berlin. Wir hörten Erfahrungsberichte einer Frau, die selbst behindert ist (Trisomie18) und einem Job bei der Polizei in Erlangen nachgeht. Des weiteren eine Mutter, die darunter leidet, dass sie abgetrieben hat und einer weiteren Mutter, die ihr Kind ausgetragen und geboren hat, obwohl sie wusste, dass es nur kurz leben würde. Sie hat es empfangen, mit ihm gelebt und gefühlt und es wieder in Gottes Hand zurück gegeben.
An einem Werktag werden in Deutschland etwa 400 Kinder abgetriebe
n. Das sind etwa 15 Schulklassen!
Dann marschierten wir schweigend durch Berlin. Vom Reichstagsgebäude über die Spree, am Hauptbahnhof vorbei, an der Spree entlang, im Bogen zum Bahnhof Friedrichstraße und durch die Reinhardtstraße zurück zum Gelände vor dem Reichstag. Die Polizei hatte vorbildlich (teilweise auch die Seitenstraßen) abgesperrt, so dass wir nur von weitem und selten direkt von den lautstarken Pöbeleien der Gegendemonstranten gestört wurden. Die Marschierenden ließen sich nicht provozieren und wir erfuhren sogar Zustimmung von einer Gruppe am Straßenrand.
Nach über zwei Stunden Marsch erlebten wir beim abschließenden ökumenischem Gottesdienst, den die Gegendemonstranten allerdings derart laut mit Pfiffen und hässlichen Parolen störten, unterstützt von einem
Ghettoblaster und Hetzliedern, so dass es nur schwer auszuhalten und zu ertragen war.
Der Gottesdienst endete mit dem kräftig gesungenen Choral „Großer Gott, wir loben dich“. Anschließend fuhren wir nach Hause tief beeindruckt von allem was wir erlebt hatten.